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Artwork zur Folge #50 - Die KI zeigt ihre Rechnungen: Wildberger umarmt Nvidia, Anthropic ist „zu wenig“ und 1.000 Lückenflicker

19. Oktober 2026 · 20 Min.

#50 - Die KI zeigt ihre Rechnungen: Wildberger umarmt Nvidia, Anthropic ist „zu wenig“ und 1.000 Lückenflicker

Die KI legt ihre Rechnungen auf den Tisch: Anthropic macht 16,8 Milliarden Dollar in drei Monaten – und die Investoren sagen „zu wenig“. Eine Bank holt 1.000 Leute, weil die KI zu viele Löcher gefunden hat. Und Karsten Wildberger ist wieder da.


Heute eine Frage: Was passiert, wenn der KI-Boom seine Rechnungen zeigt – und wer zahlt am Ende?


In dieser Folge:

🌑 Wildberger und Nvidia (01:36) — Erst sagt Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) im Tagesspiegel, den „extrem hohen Umsatz“ mit KI müsse man besteuern; Stunden später bei RTL/ntv: „Ich will Wachstum durch KI und rede nicht über neue Steuern“ (dpa-AFX). Zwei Tage später berichtet das Handelsblatt, bestätigt vom Deutschlandfunk: Die Bundesregierung plant eine KI-Partnerschaft mit Nvidia, der Bund ist offenbar bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag zu investieren, Nvidia schickt Ingenieure und liefert Chips, knapp ein Dutzend Firmen wie Siemens, Audi und Black Forest Labs machen mit. Ziel: physische KI für Roboter und autonome Autos. Wildberger: Das Potenzial sei „gewaltig“. Verkündet werden soll das am Montag in Berlin; bis dahin ist es ein Medienbericht. Die KI-Fabrik der Telekom in München läuft seit Februar mit rund 10.000 Nvidia-Chips (im Audio: „zehntausende“).

🌑 Anthropic: Rekord, aber „zu wenig“ (06:15) — Laut Reuters hat Anthropic Investoren 16,8 Milliarden Dollar Umsatz im letzten Quartal gemeldet, nach 11,6 im Quartal davor: rund 45 Prozent mehr. Im Quartal davor waren es fast 150 Prozent. Für den Börsengang im November reden einige Investoren nun von 1,5 statt 2 Billionen Dollar Bewertung – Investorengerede, kein festgelegter Preis. Dazu kommen laut Reuters mindestens 518 Milliarden Dollar Rechenleistungs-Verpflichtungen über zehn Jahre, rund 80 Prozent nicht kündbar. Malcolms Aktien-Kommentar ist keine Anlageberatung.

🌑 Bank of America: 1.000 Leute zum Flicken (10:19) — Bankchef Brian Moynihan sagt bei CNBC: Zwischen April und Juni kamen rund 1.000 externe Kräfte, um Sicherheitslücken zu reparieren, die starke KI-Modelle wie Anthropics Mythos gefunden haben – neben 3.000 eigenen Leuten. Reparaturen plus Arbeit gegen Geldwäsche kosteten zusammen „a couple hundred million dollars plus“ im letzten Quartal (im Kaltstart: „tausende“ – es sind rund 1.000).

🌑 Die Fed und die Jobs (14:08) — Im Beige Book der US-Notenbank vom 14. Oktober melden fünf von zwölf Regionen: Firmen ersetzen Leute nicht, die gehen, oder verschieben Einstellungen nach KI-Investitionen. In Dallas führten KI-Agenten mehr als 180 Stunden Bewerbungsgespräche in zwei Tagen – und die Firma stellte danach neue Recruiter ein, um die Interviews auszuwerten. Erzählungen von Firmen, keine Statistik.

🌑 Fünfmal Nein zu Palantir (17:07) — Laut dem Schweizer Magazin Republik haben Armee und armasuisse seit 2020 fünfmal Produkte von Palantir angeschaut – fünfmal kein Kauf. In drei Fällen ging es auch um die Kontrolle über die Daten; 2022 scheiterte schon der Test, weil die Lösung nicht auf eigener Infrastruktur lief. Palantir bestreitet eine formelle, vertiefte Prüfung.


🧵 Der rote Faden (19:00) — Rekordumsatz, aber zu wenig. Tausend neue Jobs, aber nur zum Aufräumen. Berlin sagt Ja zu Nvidia, Bern Nein zu Palantir. Die Rechnungen sind echt – und sie zeigen, dass KI wirklich genutzt wird.


📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904

🌐 werchota.ai


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