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Artwork zur Folge #46 - Der IWF fürchtet das KI-Geld, und Walmarts Roboter scheitern am Karton

13. Oktober 2026 · 18 Min.

#46 - Der IWF fürchtet das KI-Geld, und Walmarts Roboter scheitern am Karton

In Bangkok setzt die Chefin des Internationalen Währungsfonds KI auf die Liste der großen Risiken – gleich neben Krieg, teures Öl und Rekordschulden. In den USA hat der größte Händler der Welt ein viel kleineres KI-Problem: Seine neuen Roboter kommen mit den alten Kartons nicht klar.


Heute geht es um eine Frage: Was ist die echte KI-Geschichte – die Angst ums große Geld oder der Karton, der nicht passt? Aufgenommen in Salzburg.


In dieser Folge:

🌑 Der IWF setzt KI neben Krieg, Öl und Schulden (01:52) — IWF und Weltbank treffen sich vom 12. bis 18. Oktober zur Jahrestagung in Bangkok. IWF-Chefin Kristalina Georgieva nennt drei Kräfte, die die Weltwirtschaft prägen: KI, dauerhaft hohe Energiepreise – Öl liegt bei rund 100 Dollar pro Barrel – und Rekordschulden. KI-Hardware und verwandte Technik machen inzwischen mehr als ein Zehntel des weltweiten Warenhandels aus. Ihre Sorge: Die großen Cloud-Konzerne leihen sich enorm viel Geld für KI-Rechenzentren. Wenn das Geld nicht zurückkommt, wird es zum Problem für die ganze Weltwirtschaft – und in Europa bauen wir die Rechenzentren nicht einmal selbst.

🌑 Walmarts Roboter treffen auf das echte Lager (05:28) — Walmart, der größte Händler der Welt mit mehr als 140.000 Lagermitarbeitern, automatisiert seine Lager mit einer Robotik-Firma, an der er selbst beteiligt ist. Das Problem ist sehr handfest: Die Roboter kommen mit alten, weichen, verbeulten Kartons nicht zurecht. Und zu Spitzenzeiten kann die monatliche Stromrechnung eines automatisierten Lebensmittellagers über 800.000 Dollar liegen, gegenüber rund 250.000 Dollar bei vorwiegend manueller Arbeit. Langfristig rechnet es sich trotzdem.

🌑 Nicolas Cage sagt Nein zu Amazons KI-Freigabe (09:38) — auf der New York Comic Con erzählte Nicolas Cage, dass er für die Serie „Spider-Noir“ von Sony Pictures Television und Amazon MGM Studios keine KI-Freigabe unterschrieben hat – eine Klausel, mit der ein Studio die Darstellung eines Schauspielers per KI nachbauen oder verändern darf. Laut LA Times: „I am not an AI-friendly actor, so it's like, connect those dots!“ Amazon hat sich dazu nicht geäußert.

🌑 Schweiz: KI-Stellenanzeigen plus 32 Prozent, aber kaum Jobs für Einsteiger (13:30) — die Hochschule Luzern (HSLU) hat in einem Jahr fast 5.000 KI-Stellenanzeigen in der Schweiz gezählt, 32 Prozent mehr als im Vorjahr, getrieben vor allem von KMU. Allein Zürich hat 45 Prozent davon. Der Haken: Nur 5 Prozent sind echte Einsteigerjobs. Wo lernt die nächste Generation den Beruf?


🧵 Der rote Faden (15:57) — heute ging es ums große KI-Geld, das langsam zum Problem für die Weltwirtschaft wird, und um Maschinen, die in der physischen Welt noch lernen. Ihr Moment wird kommen – vor allem auf dem Shopfloor, wo Millionen Menschen mit ihren Händen und Rücken arbeiten. Morgen steht Malcolm bei HOGAST vor 800 Leuten auf der Bühne, danach spricht Richard David Precht.


📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904

🌐 werchota.ai


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